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Ende Oktober, wenn die Trails ruhig und die Hütten geschlossen sind und der Winter bereits an die Tür klopft, ist die perfekte Gelegenheit, die Tour du Mont Blanc zu fahren – ganz um den Weissen Riesen herum, um die schönsten E-MTB-Trails zu finden.
Perfekt feuchtes Gelände, frische Alpenluft und endlose Berglandschaften machen den Grossteil der Reise aus. Der gelegentliche Schneefall erinnert daran, dass in den Bergen immer mit Herausforderungen zu rechnen ist.
Was als Idee von zwei langjährigen Freunden und Mountainbike-Guides begann, wurde zu einem gemeinsamen Abenteuer in drei Ländern – Schweiz, Italien und Frankreich – geprägt von Teamwork, Abgeschiedenheit, Konzentration und Vertrauen. Von hochalpinen Pässen auf 2.500 m Höhe bis zu fliessenden Balkon-Trails und technisch anspruchsvollen Waldabfahrten, bei dieser Reise geht es nicht nur um Distanz oder Höhenmeter. Sie handelt von rauen Landschaften, ruhigen Momenten, echter Kameradschaft und dem Privileg, in der Nebensaison zu fahren.

Mein Hinterrad drückt sich in perfekt feuchte Erde, die Noppen greifen zuverlässig und mit Grip. Die Luft ist kristallklar, der Boden lebendig unter den Reifen. Zwischen Schneefeldern und dahintreibenden Wolken auf 2.500 m über dem Meeresspiegel wird mir klar, dass das Fahren auf dieser Höhe Ende Oktober ein Risiko gewesen sein könnte, aber es ist auch ein Privileg. Die meisten Trails sind optimal, nur der gelegentliche Schneefall erinnert daran, dass in den Bergen immer mit Herausforderungen zu rechnen ist. Genau das macht dieses Abenteuer einfach unvergesslich: raue Landschaften, Ruhe, Abgeschiedenheit und Erinnerungen, die nur durch die Begeisterung über das Unerwartete entstehen.

Wir vier haben diese Reise vor zwei Tagen begonnen. Wir sind wie ein Team auf einer Mission. Doch es gibt diese ruhigen Momente der Einsamkeit, des Zweifelns, der Konzentration. Ich lege mich die letzten Höhenmeter ins Zeug, erreiche den Pass und unser Team ist wieder zusammen.

Mein Kumpel Massimo, besser bekannt als „Bubba“, und ich kamen auf die Idee, in vier Tagen die Tour du Mont Blanc zu fahren. Im Uhrzeigersinn um den Weissen Riesen herumzufahren, um die schönsten E-MTB-Trails zu finden. Am Ende der Saison, wenn die Wanderer weg und die Hütten geschlossen sind, haben wir endlich Zeit für uns selbst. Bubba und ich arbeiten als Mountainbike-Guides im Sommer und nehmen unsere Gäste mit auf diese Routen. Aber jetzt gehört der Berg uns ganz allein.

Unsere Freundschaft besteht seit 15 Jahren. Wir lernten uns auf einer Radtour in Aosta, Italien, kennen. Seitdem folgten viele Projekte, hauptsächlich im Aostatal – Bubbas Heimat und einem meiner absoluten Lieblingsorte für Bike-Touren. Diesmal ist unser Radius jedoch etwas grösser und wir überqueren Landesgrenzen.

Unser Abenteuer beginnt in der Schweiz, im wunderschönen Val Ferret. Mit dabei sind Andrea, unsere Fotografin aus Aosta, und Ace, Filmemacherin und Bergführerin aus Courmayeur. Als wir La Fouly verlassen, scheint die Sonne und es ist frostig bei 8 °C. Ein Wintersturm hat unsere Pläne ein paar Tage zuvor fast ruiniert. Jetzt haben wir ein enges Zeitfenster mit Sonnenschein, bevor das schlechte Wetter zurückkehrt – was bedeutet, dass jeder Tag zählt.

Der erste Aufstieg beginnt leicht auf einem Waldweg. Als wir an Höhe gewinnen, wird das Gelände anspruchsvoller und wir bekommen ein erstes Gefühl dafür, mit wieviel Schnee wir rechnen müssen. Die letzten Meter bis zum Grand Col Ferret – technisch, rutschig, anspruchsvoll – erfordern volle Konzentration.

Oben gaben wir uns ein High-five und suchten Schutz vor dem Wind. Um uns herum war alles weiss. Frischer Schnee hat uns in ein Winterwunderland getaucht, obwohl erst Oktober ist. Die Trails sind meist klar – morgens gefroren, mittags weich, immer abwechselnd.

Zu unserer Rechten ragt der Grandes Jorasses über uns. Vor uns erstreckt sich ein Panorama-Trail wie ein Balkon, entlang der gegenüberliegenden Flanke des Mont Blanc Massivs, und fällt tief zum Val Ferret und Courmayeur Resort hin ab. Das ist die Spielwiese von Ace. Sie zeigt uns Linien, auf denen sie im Winter Ski fährt. Für mich sieht es eher nach einem Gelände für Bergziegen aus. Es ist kaum vorstellbar, diese Schluchten mit Skiern herunterzufahren.

Der letzte Trail bietet puren Flow, bevor wir im Schatten des Berges und auf der Strasse zu unserem Hotel fahren, wo uns eine heisse Dusche und ein leckeres Raclette erwartet. Alles in allem ein perfekter Tag.

Am nächsten Morgen erwachen wir mit Blick auf den Mont Blanc Gletscher und setzen unsere Reise in das atemberaubende Val Veny fort, vorbei an faszinierenden Felsformationen und Endmoränen, die vor nicht allzu langer Zeit noch von Gletschereis bedeckt waren. Der Mont Blanc ist ständig präsent mit seinen massiven Gletscherspalten, die in der Sonne glitzern. Wir fahren entspannt auf einem Waldweg und biegen dann am Rifugio Elisabetta links ab. Was als leichter Aufstieg begann, verwandelt sich in einen richtigen Trail und wird nach oben hin technisch immer anspruchsvoller. Die Landschaft wird offener, steile Geländerampen wechseln sich mit felsigen Abschnitten ab. Der Turbo-Modus ist eine grosse Hilfe, und einmal mehr bin ich froh, auf meinem SCOTT Patron E-Bike unterwegs zu sein.

Schliesslich erreichen wir den Col de la Seigne (2.512 m) und überqueren die Grenze nach Frankreich. Dann folgt ein Trail-Highway vom Feinsten: hohe Geschwindigkeit, endlose Weite, kein Mensch zu sehen. Nur wir und unsere Bikes – der Traum aller Mountainbiker. Wenn Andrea und Ace nicht plötzlich angehalten hätten, um Fotos zu schiessen, wären Bubba und ich wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen weitergefahren, bis wir das Tal erreicht hätten.

Nächster Halt: Cormet de Roselend. Mit Blick auf den idyllischen See tanken wir körperlich und elektrisch auf. Die Etappe morgen wird herausfordernd: Col du Bonhomme und Col de Voza – zwei schwierige Pässe in den Alpen – stehen auf dem Plan. Als Belohnung werden wir dann die Trails des legendären Enduro-Mekkas Les Houches direkt ins Chamonix-Tal hinuntersausen.

Nach ein paar Metern auf dem Radweg erreichen wir die Wiege des modernen Alpinismus. Chamonix ist ein pulsierender Ort, voller Outdoor-Fans aus der ganzen Welt. Wir fahren durch die Fussgängerzone und nehmen die Atmosphäre in uns auf. Doch nach einer Weile schweift unser Blick nach oben. Da ist er wieder: Mont Blanc, diesmal von der beeindruckenden Nordwand aus gesehen, und die Aiguille du Midi leuchtet im letzten Abendlicht.

Wir starten früh mit der letzte Etappe. Von Chamonix aus fahren wir in Richtung Argentière. Fliessende Trails entlang des Flusses versüssen unsere Fahrt nach Le Tour. Sobald wir ankommen, müssen wir improvisieren, denn die Gondel ist nur im Sommer für Biker geöffnet, aber jetzt ist Nebensaison. Jetzt heisst es, den Akku zu schonen und die Pedalkraft zu nutzen, um stetig auf Schotterwegen hinaufzufahren, vorbei am Bikepark, bis zum Col de Balme.

Oben werden wir wieder mal vom Wind und von der Kälte begrüsst. Ein Nachteil, in dieser Jahreszeit zu fahren, ist, dass alle Berghütten geschlossen sind. Wir legen eine kurze Pause ein – nehmen ein paar Bissen unserer Sandwiches, ziehen zusätzlich Kleidung an, dann präsentiert Bubba seine „spezielle Abfahrt“.

Auf der Karte sieht sie sehr vielversprechend aus. Der Eingang ist etwas vom Regen unterspült, aber befahrbar. Danach entfalten sich jede Menge Kilometer von feinsten Flow Trails. Und zum grossen Finale, kurz vor Trient, ein echter Genuss: steile Serpentinen im Wald mit massiven Wurzeln, der allerschwärzeste Trail auf Trailforks. Aber wir haben Glück. Der Boden ist trocken und wir haben optimale Traktion. Nach dem Anpassen an das technisch anspruchsvolle Gelände, macht dieser Abschnitt nur noch Spass. Die Kameras werden verstaut – keine Fotos oder Videos mehr, einfach nur fahren. Wir versuchen, uns gegenseitig auf der inneren Linie zu überholen, und die ganze Gruppe lacht. Die Abfahrt ist lang und unsere Arme werden stark gefordert, als wir etwa 1.000 Höhenmeter später, zurück in der Schweiz, aus dem Wald kommen.

Im Picknick-Bereich finden wir einen Ort in der Sonne, um unsere Sandwiches zu geniessen und über die letzten vier Tage zu reflektieren:
7.700 Höhenmeter
180 Kilometer
Drei Länder
Ein Mont Blanc Massiv
Unzählige Trail-Momente ...
Aber vor allem echte Kameradschaft

Im Picknick-Bereich finden wir einen Ort in der Sonne, um unsere Sandwiches zu geniessen und über die letzten vier Tage zu reflektieren:
7.700 Höhenmeter
180 Kilometer
Drei Länder
Ein Mont Blanc Massiv
Unzählige Trail-Momente ...
Aber vor allem echte Kameradschaft

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Was packe ich ein | Chasing Trail

Bike-Check | Chasing Trail

Text: Holger Meyer
Guide: Massimo Ferro
Fotos von Andrea Passerini
Video: Aiace Bazzana


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