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World Cup Bezwinger

10 Juli 2017

Ein fantastisches Publikum, ein nasser und anspruchsvoller XC-Track und ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Endspurt – die vierte Etappe des XCO UCI World Cup 2017 hatte alles zu bieten, was Mountainbike-Liebhaber sehen möchten. Für Nino Schurter bedeutet der Weltcup in Lenzerheide Heimvorteil und der Olympiasieger und Weltmeister hat seine Fans nicht enttäuscht. Insgesamt war es Ninos 24. Weltcupsieg und der 31-jährige Schweizer war mal wieder der Top-Kontrahent des Rennens. Anders als bei einigen seiner bisherigen Rennen in dieser Saison musste er sehr hart kämpfen, um am Ende den Sieg einzuheimsen. „Das war mit Abstand die härteste Schlacht, die ich in dieser Saison geschlagen habe, und auch die knappste“, wie Nino nach dem Rennen sagte.

Nach vier Weltcupsiegen in Folge in diesem Jahr und zwei verbleibenden in der Saison 2017 muss Nino Schurter an 23. Position ans Ziel kommen, um sich den fünften Titel Weltcup-Champion zu sichern. Nino (1000 Punkte) hat einen großzügigen Vorsprung gegenüber Maxime Marotte (560 Punkte) und David Valero Serrano (552 Punkte).

Lenzerheide ist immer ein gutes Schlachtfeld für Duelle zwischen den dominierenden Cross-Country-Fahrern. Die Strecke lässt einfach keine frühen Vorsprünge zu, weshalb die Zuschauer sich immer an spannenden Rennen erfreuen können. Das diesjährige Rennen war ohne Zweifel eines der bisher aufregendsten. Aufgrund eines Sturms und starkem Regen in der Nacht vor dem Rennen und noch mehr Regen direkt vor dem Start waren die Bedingungen alles andere als einfach. Alle Teams mussten auf Schlammreifen umdisponieren, was in den Pits für schweißtreibende Hektik gesorgt hat. Die UCI beschloss, das Rennen auf sieben statt acht Runden zu beschränken.

Nino Schurter gab wie immer von Anfang an ein hohes Tempo vor, während Matthieu van der Poel und Maxime Marotte ihm nachfolgten. Er konnte sie in der ersten Hälfte des Rennens nicht wirklich abschütteln und als Nino bemerkte, dass van der Poel zurückfiel, wurde ihm klar, dass Jaroslav Kulhavy immer weiter aufholte. Erst in der sechsten von sieben Runden schaffte Nino es, zwischen Marotte und dem Russen Anton Sintsov Abstand zu gewinnen. Von da an legte sich Jaroslav Kulhavy ins Zeug und nahm die Verfolgung auf.

„Ich hatte heute Glück, dass die UCI das Rennen auf nur sieben Runden beschränkt hatte. Jaroslav schien gegen Ende des Rennens immer stärker zu werden“, sagte Nino völlig erschöpft an der Ziellinie. Mit nur drei Sekunden Vorsprung gegenüber Jaroslav Kulhavy sicherte sich der Olympiasieger seinen zweiten Sieg in Lenzerheide in Folge. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Weltmeisterschaften auf dieser Strecke 2018 zu den spannendsten aller Zeiten zählen werden“, sagte Nino mit Blick auf das nächstjährige Rennsport-Highlight.

Nino war in Lenzerheide nicht der einzige Sieger – SCOTT-SRAM MTB Racing konnte die Führung in der Teamwertung verteidigen. Da auch das restliche Team einfach großartig gefahren ist, wird SCOTT-SRAM mit den gelben Führungsplatten zum Weltcup im kanadischen Sainte Anne anreisen. Mit einer 19. Position fuhr Michiel van der Heijden sein bisher bestes Elite XC Rennen. Andri Frischknecht, der vor zwei Tagen seinen 23. Geburtstag gefeiert hatte, konnte den 21. Platz erreichen. Matthias Stirnemann kam als 36. ans Ziel.

„Ich war froh über den Regen – er machte die Strecke äußerst anspruchsvoll und viele Fahrer hatten Schwierigkeiten mit den verzwickten Abfahrten“, so van der Heijden. „Technisch versierte Fahrer waren heute eindeutig im Vorteil. Letzte Woche in Andorra war ich gut in Form und ich hoffe, dass ich meine Ergebnisse in den verbleibenden Weltcups noch übertreffen kann.“

„Ich bin mit dem 21. Platz total glücklich. Mit guten Ergebnissen in Nove Mesto und Albstadt und dann hier in Lenzerheide habe ich schon mehr erreicht, als ich mir in meinem ersten Jahr als Teil der Radsportelite hätte wünschen können. Es macht viel Spaß, mit Teamkameraden Rennen zu fahren, und wir werden alles tun, um die Führungsplatten bei den zwei verbleibenden Weltcuprennen zu behalten“, sagte Andri Frischknecht.