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Im letzten Frühjahr lud Ian Macintosh Griffin Post und mich zu einem Campingtrip zum Klettern und Skifahren auf der Razorback Spine Wall in der Tordrillo-Bergkette in Alaska ein. Razorback ist eine knorrige, nach ihren rasiermesserscharfen Hängen benannte Steilwand im geschützten Winkel eines unbenannten Gletschers.  

Ich ’habe viele Hubschraubertrips nach Alaska mitgemacht, aber ich war nie auf einer Mission zu Fuß unterwegs. Ich hatte die Jeremy Jones-Trilogie gesehen und war sprachlos von den gewählten Kletterstrecken. Der Kopfstand schien die nächste Ebene zu sein, vorausgesetzt, man beherrscht ihn und ohne Garantie, dass er gänzlich zu vermeiden ist. An manchen Stellen findet man sich wieder unter Hanging Pillows und Felsvorsprüngen, wenn man entlang der leichtesten Route klettert, die sich im Inneren des Bösen befindet. Wenn Sie mich vor einigen Jahren gefragt ’hätten, ob ich ’daran denke, auf Steilhängen in Alaska zu klettern, hätte ich gesagt: „Nein, das habe ich nicht vor, die Kletterstrecken erscheinen ziemlich wild.“” Und nun war ich hier und kämpfte damit, die Ausrüstung zu sortieren und die Ausstattung für das Wintercamping zu organisieren.

Der Gedanke an das bevorstehende Abenteuer machte mich nervös, aber ich war auch gespannt auf die neue Art des Skifahrens. Ich ’habe an zahlreichen Skidisziplinen teilgenommen, vom Skirennsport über kommunale Hand Rails, Slopestyle, Pillows and AK-Helikopterskifahren. Der Augenblick schien passend zu sein, um Alaska zu Fuß zu erkunden. Er passte auch zu meiner Reise in “die’ Hölle und zu meiner Absicht, mich auch körperlich in die Berge zu begeben.


In Anchorage, Alaska, traf ich mich mit Ian, Griffin und dem TGR-Team. Ich konnte mich kaum beherrschen und hüpfte vor Aufregung umher, als wir unsere Ausrüstung organisierten und uns fertigmachten zum Einstieg in ein Beaver-Flugzeug, das uns in die Tordrillos bringen würde.

Meine Erwartungen waren auf einem Allzeithoch, als ich mein Augenmerk auf den Razorback richtete. Steiler, geriffelter, weicher Gnar bedeckte die Wand, Razorback sah aus wie aufgeschichtet. Das Team machte sich daran, das Basislager einzurichten, Polsterungen für die Zelte auszupacken und uns heimisch einzurichten. Einschließlich des Koch- und Medienzeltes bauten wir 12 Zelte auf, unser Zuhause für die nächsten 16 Tage.



Wir legten eine kurze Wetterpause im Camp ein. Am nächsten Tag schneite es leicht. Geduldig und gespannt warteten wir. An diesem Abend lag ich ängstlich in meinem Zelt. Eigentlich hatte ’ich noch nie Steilhänge oder anderes steiles Gelände erklommen, und die Erwartung stieg. Die erste Gelegenheit für eine Abfahrt vom Claw bot sich am nächsten Tag. Wir erwachten um drei Uhr morgens und begannen unseren Aufstieg in der Dunkelheit unter dem Sternenhimmel. Meine Gedanken wanderten umher, während wir die Basis der Hänge erreichten, wo wir auf unsere Billy Goat Ascent Plates umstiegen und den Aufstieg begannen. Wir wechselten uns ab beim Ebnen der Pfade nach oben zwischen dem Claw und den Talons. Ich fühlte mich wohl. Meine Gedanken verblassten, als ich mich in ein Tier in der Umgebung verwandelte, Vielfraße auf dem Weg zum Gipfel.

Das Klettern machte so viel Spaß. Ich konnte mich ’nicht beherrschen und nahm jede Gelegenheit wahr, als Anführer den Weg für das Team zu ebnen. So konnte ich mein Können verfeinern, als es darum ging, die perfekte Aufstiegsroute aufzuspüren, instabile Stellen zu meiden und den Claw sicher zu erklimmen. Welch ein Erlebnis war der Blick über die Südseite der Wand hinunter zum Gletscher. Es war ein wunderbarer Sonnenaufgang, wir sogen den Augenblick auf und freuten uns des Lebens.

Wir fuhren so vorsichtig, als ob es unsere erste Strecke auf dieser Reise gewesen sei, und der Berg wirkte bedrohlicher, wenn man ihn vom Camp aus erblickt und zu Fuß erklettert. Alle schafften die Strecke, wir waren begeistert und gewannen Vertrauen.


In dieser Nacht kam ein weiterer Sturm auf und entlud in den nächsten drei Tagen große Massen Schnee und Wind über uns. Wenn ’es schneit, wird alles feucht. Sogar meine trockene Ausrüstung fühlte sich feucht an und das Fell in meinem Schlafsack war klamm. Es ’gibt keine Möglichkeit, der Feuchtigkeit zu entfliehen. Am ersten Abend des Sturms brach unser Kochzelt zusammen. Wir reparierten das Zelt und passten danach besser darauf auf. Das Camp war bequem, daher konnte der Sturm uns ’nicht zum Aufgeben bewegen. Alle waren glücklich und genossen es, die Zelte auszugraben und im Kochzelt „Risiko“ zu spielen. Schnee und Wind waren gnadenlos. Damit unsere Zelte nicht vom Schnee begraben wurden, buddelten wir unaufhörlich. Als der Sturm vorbei war, waren unsere Handschuhe und Stiefel durchnässt vom vielen Schaufeln. Als die Sonne endlich zum Vorschein kam, begrüßte sie uns warm und ließ mich darüber staunen, wie schnell sie unsere Ausrüstung trocknete.



Mit einem neuen Hochdrucksystem bereiteten wir uns auf unsere nächste Mission vor: Wir wollten zum Skifahren auf den Talon klettern. Drei steile, raue, geriffelte Hänge vermitteln die Optik von Adlerfängen. Wieder einmal schossen mir beim Einschlafen an diesem Abend viele Gedanken über den Gnar durch den Kopf, der mich am nächsten Tag erwarten würde. Wir erwachten früh, es war noch dunkel, die Luft war scharf, und die Sterne leuchteten hell und begleiteten unseren Aufstieg zum Talon. Das beste an dem ganzen Trip waren immer die Sonnenaufgänge. Ich entschied mich für den mittleren Bereich des Taron. Er war steil und geriffelt, die Strecke schien nach mir zu rufen. Ich war ’nicht sicher, wie ich sie nehmen sollte und hatte Bedenken, dass die der Sonne zugewandte Seite des Hangs eine Eiskruste haben könnte. Also wählte ich die sichere Variante und gelangte tief in die Rillen. Die steilen, durch ständige Verschlammung trichterförmigen Rillen waren schwer zu fahren, jede Kehre war anders als die vorherige, Schlamm mischte sich in die Rinnsale, während ich meinen Weg nach unten holperte und jede Kehre so präzise nahm wie die letzte. Das Gelände war so steil, dass meine Schulter gegen die Wand stieß und ich drohte, kielholend den Berg hinunterzustürzen. Meine Beine brannten wie Feuer, als ich von einer Rille in die nächste prallte. Wegen meiner brennenden Beine nannte ich die Strecke “1000 Kniebeugen”.


An unserem letzten Tag kletterten wir noch einmal auf den Claw zum “großen Finale. ”Mac, Griffin und ich waren zuversichtlich und wollten unsere Strecken verbessern. Der Schnee war frisch von dem Sturm, den wir hatten; ich wählte unsere Kletterroute hinauf zum Bergrücken sorgfältig aus und vermied das, was ganz oben wie eine große Schneemasse aussah. Ich fuhr zuerst los. Als ich den Claw hinunterbretterte, kamen überall kleine Blasen hervor. Meine Augen auf den fließenden Schnee gerichtet, setzte ich meine rasante Fahrt fort, während sich die Blasen durch den aufgewirbelten Schnee von den Hängen in rasende Pulverwolken verwandelten. Meine Gedanken rasten. Während ich den Hang vor mir kalkulierte und die fließenden Schneemassen beobachtete, überlegte ich, ob ich’meine Fahrt auf Skiern würde fortsetzen können oder ob es besser wäre, zu stoppen. Ich bretterte weiter, bis ich, getragen von einem Allzeithoch, das Tal erreichte. Mac und Griffin schickten auf ihrer harten Abfahrt weitere Blasen die Hänge hinunter und rissen bei ihren Bremsmanövern im Tal die Schneedecke auf.

Unsere Zeit war um, und so packten wir schnell unsere Ausrüstung zusammen und bestiegen den Beaver, der uns in die Realität zurück brachte. Dieser Trip war ein Traum, und genau dafür leben wir. Ich würde ’keine andere Wahl treffen.


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