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Bei der Frage, welches Gebirge einem als erstes beim Gedanken an Europa einfällt, wäre es vollkommen in Ordnung zu sagen: die Alpen.” Aber obwohl sie allgegenwärtig sind, gibt es nicht nur die Alpen. Weiter südlich herrschen die Pyrenäen. Weniger Andrang, für manche Menschen wilder, besseres Wetter, mindestens ebenso beeindruckend – dieses Gebirge muss sich vor keinen anderen verstecken. Carlos Verona ist jemand, der es kennt wie seine Westentasche, und heute nimmt er uns auf seine Lieblingsstrecke mit.



Obwohl ich einen großen Teil des Jahres dem professionellen Radfahren widme, bin ich, Carlos Verona, auch einfach ein großer Fahrradliebhaber. Und heute kann ich euch meine Lieblingsstrecke in meinem Heimatland Spanien zeigen. Mein heutiger Mitstreiter ist Dani Juncadella, ein Rennfahrer für Mercedes-Benz in der DTM, außerdem SCOTT-Botschafter und mein langjähriger guter Freund. Unsere Liebe zum Rennradfahren hat uns stets vereint.


Ich konnte mir eine Route auswählen und habe nicht gezögert, euch nach La Cerdanya zu bringen. Diese 130 km lange Rundfahrt um die östlichen Pyrenäen habe ich entdeckt, als ich 16 Jahre alt war und in Barcelona lebte. Ich suchte nach großen Bergen zum Trainieren und erfuhr, dass es nur eine Autostunde von Barcelona entfernt diesen Ort gab. Ich kam vor zehn Jahren zum ersten Mal hierher und es war Liebe auf den ersten Blick – Bergpässe jeder Länge und Schwierigkeit, Weiden, Wälder, Gewässer, Natur und einsame Straßen. Ich war auf ein Paradies gestoßen, nicht nur zum Trainieren, sondern auch für den Fahrrad-Tourismus.


Frühherbst, 8:00 Uhr morgens. Wir sehen uns den Sonnenaufgang im Intrepid Hotel an und einen Kaffee später sind Dani und ich bereit für die Fahrt. Die ersten Sonnenstrahlen kommen hinter La Tossa de Alp zum Vorschein und laden uns ein, uns auf die Räder zu schwingen und einen Tag Fahrrad-Tourismus an einem der schönsten Orte zu erleben, durch die ich je gefahren bin. Und zum Glück liegt er ganz in der Nähe meiner Heimat.


Wir fahren erst in Richtung La Collada de Toses, den ersten Aufstieg des Tages. Er erstreckt sich über 20 km, aber die Neigung ist harmlos genug, um sich zu unterhalten. Dani fährt zum ersten Mal ohne sein SCOTT Foil, das Bike, das er für die Saison 2019 ausgewählt hat. Ein äußerst vielseitiges Bike, das ich während meiner zwei Jahre bei  Mitchelton SCOTT gefahren bin, aber heute habe ich mich für etwas anderes entschieden. Uns erwartet ein Aufstieg von fast 3000 Metern, also greife ich zum Addict RC. Mein Vorteil ist, dass ich das Terrain kenne und weiß, was uns erwartet.



30 Kilometer später sind wir oben auf der Collada de Toses angekommen, es folgt eine lange und schnelle Abfahrt, die uns nach Planoles bringt, einer kleinen Stadt an der Südwand der Pyrenäen. Von dort aus starten wir den zweiten kategorisierten Aufstieg des Tages, “Collet de Cal Climent”, eine sehr enge und ruhige Straße, die durch allerlei Wälder und Wiesen führt. Aufgepasst: Diese Straße ist ein Geheimnis, das ich mit euch teile, denn auf Karten ist sie nicht verzeichnet. Das sind fünf Kilometer reiner Wahnsinn!


Nach ein paar Kilometern Flachland gehen wir den härtesten Anstieg des Tages an, “El Coll de la Creueta”, und zwar von der Seite aus, auf der sich Castellar de n‘Hug befindet. Mehr als 20 km Aufstieg führen uns zum Gipfel mit 1992 Höhenmetern. Der Aufstieg nimmt viel Zeit in Anspruch, macht aber auch Spaß. Die ersten 10 km führen durch eine sehr enge Straße im Wald. Sobald wir die Stadt Castellar de n‘Hug hinter uns lassen, wird die Straße breiter, auch wenn kaum Verkehr herrscht, und die grünen Weiden bieten uns einen fantastischen Blick auf Katalonien. Berühmte Orte wie Pedraforca, Montserrat und Montseny sind am Horizont zu erblicken – und an heiteren Tagen kann man Barcelona und dahinter das Mittelmeer erkennen. Es ist eine wahre Augenweide und heute haben wir sogar ein paar Murmeltiere gesehen!



Mittlerweile haben wir mehr als 100 km zurückgelegt und den schwierigsten Abschnitt der Route hinter uns gelassen. Bevor wir die lange Abfahrt in Richtung Bellver angehen, machen wir in La Molina Halt, um unsere Regenjacken überzuziehen, ein paar Mal tief durchzuatmen, die Aussicht zu genießen, uns über die Route auszutauschen und uns an einige Anekdoten zu erinnern, die Dani und ich gemeinsam erlebt haben.



Dani kannte einige Abschnitte der Route, da er oft in der Umgebung von La Cerdanya unterwegs ist. Tatsächlich waren es diese Straßen, auf denen wir uns vor vier Jahren während einer Trainingsfahrt kennengelernt hatten. Seitdem versuchen wir, uns so oft wie möglich zu sehen, und La Cerdanya liegt genau zwischen Barcelona und Andorra, da wo Dani und ich zuhause sind. Es ist ein toller Ort und eine gute Ausrede, um sich zu treffen und gemeinsam zu fahren.



Ich persönlich habe versucht, so oft wie möglich zurückzukehren, seit ich diesen Berg vor zehn Jahren entdeckt habe. Es liegt zum Teil an der Katalonien-Rundfahrt, dass wir diese Strecke heute angehen, denn jedes Jahr bezwingen wir die Queen Stage auf einem der Aufstiege, die wir gerade befahren haben. “La Volta” ist das Rennen, das ich am liebsten mag und bei dem ich meistens meine beste Leistung zeige. Ich glaube, das liegt zu einem Großteil daran, dass ich zu diesem Ort eine besondere Beziehung habe.


Nach jeder Menge Gelächter, Gesprächen, Filmen und Fotos fängt es bereits zu dämmern an – höchste Zeit für die Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt. Wir nutzen den ersten Abschnitt der Abfahrt, um uns abzukühlen und von der äußerst anstrengenden Fahrt zu erholen. Aber wir lassen es uns nicht nehmen, zum Schluss an den scharfen Kurven ein wenig zu rasen, bevor wir in der Stadt Das ankommen. Der eine fährt Autos und der andere Rad … aber letztendlich sind wir beide Piloten!



Wir kommen auf den letzten fünf Kilometern der Strecke mit einer sehr einfachen, schmalen und schönen Straße, die mich zum Nachdenken darüber anregen, dass heute einer meiner letzten Tage als Mitglied der SCOTT-Familie ist, zumindest für die nächsten zwei Jahre, in denen ich mich für das Movistar Team verpflichtet habe. Was als Arbeitsverhältnis begann, entwickelte sich zu einer richtigen gegenseitigen Beziehung … Wir haben denselben Job, aber auch dieselben Werte. Uns allen ist gemeinsam, wie wir über das Radfahren denken, sowohl über den Sport als auch die Lebensweise, die er mit sich bringt. Danke, SCOTT, für diese zweieinhalb gemeinsamen Jahre, danke, dass ihr viel mehr wart als nur meine Fahrradmarke. Danke für die Gelegenheit, zu der Lebensart beizutragen, für die SCOTT Sports steht.



Und allen, die dies lesen, möchte ich sagen: Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß an dieser Route wie wir heute hatten. Manchmal sind wir voll und ganz auf ein Ziel versessen, aber was wirklich zählt, ist, glücklich zu sein, während man versucht, seine Ziele zu erreichen. Ihr könnt selber entscheiden, ob ihr die volle Runde drehen wollt oder nicht, aber Spaß an der Fahrt ist Pflichtsache. Denkt daran, so will es Carlos.

Fortsetzung folgt!

Carlos Verona, Mitglied der SCOTT-Familie.


Die Route

Der Start befindet sich in Bellver de Cerdanya, einer der ältesten Städte Kataloniens. Beinahe ab dem ersten Kilometer steigt die Straße die nächsten 25 km leicht an bis hin zur Spitze der Collada de Toses. Es folgt eine technische Abfahrt nach Planoles, von wo aus die Straße wieder ansteigt. Eine sehr schmale und ruhige Straße führt zum Gipfel des Collet de Cal Climent. Nach einem kurzen flachen Abschnitt leitet der Hauptanstieg des Tages “El Coll de la Creueta” ein. 20 km lang mit einem Anstieg auf 1992 m. Von dort aus führt eine lange Abfahrt zurück zum Start in Bellver de Cerdanya.


Time to escape and do it yourself

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  • Video: Looker Media
  • Fotos: Brazo de Hierro
  • Text: Carlos Verona