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By A Thread – Robin Gemperle fährt das SRMR

30 November 2025

Robin Gemperle beendete erfolgreich die Rennsaison 2025 mit dem Sieg beim Silk Road Mountain Race (SRMR). Nach einer herausragenden Saison setzte er alles daran, eines der härtesten Ultralangstrecken-Rennen überhaupt zu gewinnen.

„Das Silk Road Mountain Race ist die Chance, meine Saison perfekt abzuschließen. Nach dem Transcontinental Race (TCR) und der Tour Divide (TD) ist dies meines Erachtens das dritte der wichtigsten Ultra-Rennen und der einzige Sieg, der noch fehlt. Das könnte zwar keine große Neuigkeit sein, aber ich werde mein Bestes geben, um das zu ändern.“ – Robin Gemperle vor der Aufstellung für das SRMR.

Das Silk Road Mountain Race ist ein unerbittliches Ultralangstrecken-Rennen, das sich über die weiten Steppen und rauen Gebirge von Kirgistan erstreckt. Die Fahrer sind heftigen Bedingungen und wechselhaftem Wetter ausgesetzt und müssen sich die ganze Strecke lang auf ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten verlassen. Das Rennen erstreckt sich auf etwa 1.900 Kilometer mit über 30.000 Höhenmeter, hauptsächlich auf Schotterwegen, Singletracks und alten sowjetischen Straßen. 2025 kam noch eine 30 Kilometer lange Schiebepassage durch einen extrem felsigen Abschnitt hinzu, der sowohl Fahrer als auch Ausrüstung herausforderte.

View of the Silk Road Mountain

Yurt in the mountains and local people

Ultralangstrecken-Rennen sind bekanntermaßen lang, hart und mental herausfordernd. Die Fahrer müssen Ausdauer, die richtige Einstellung und die Fähigkeit mitbringen, mit unvorhersehbaren Ereignissen fertig zu werden. Sich für ein kürzeres Ultralangstrecken-Rennen anzumelden, heißt nicht, dass es leichter ist. Die SRMR-Strecke ist nur ungefähr halb so lang wie die Tour Divide, aber bei den extremen Bedingungen, gilt sie als eine der härtesten Strecken für Ultras überhaupt. Die Route durch die Berge von Kirgistan ist festgelegt und die Fahrer sind verpflichtet, ihr zu folgen. Während der ganzen Route müssen sie Pausen und Zwischenstopps einplanen, um Energie aufzutanken, und dabei immer die Zeit im Blick haben, denn die Uhr tickt unaufhörlich. Es erfordert viel Ausdauer, Kraft und Planung, sich durch Schnee und Wind über hohe Bergpässe zu kämpfen. Die erlaubte Maximalzeit des Rennens beträgt 14 Tage, Robin Gemperle schaffte es in 6 Tagen, 20 Stunden und 36 Minuten.

Robin Gemperle biking on his Gravel SCOTT Bike

Bei der Vorbereitung zum SRMR belegte Robin den dritten Platz beim Unbound XL und gewann die Tour Divide in einer herausragenden Zeit. Für Robin war die Tour Divide das Highlight seiner Saison und verlangte ihm viel ab. Danach musste er sich mental erst einmal neu ausrichten und hart daran arbeiten, um wieder in den Rennmodus zurückzufinden. Nachdem er die Tour Divide in 11 Tagen und 19 Stunden beendet hatte, unterschätzte er anfangs das SRMR-Rennen, das er in 7 Tagen schaffen wollte. Natürlich kann sich das wenig anfühlen, wenn man nur die Zeit auf dem Rad betrachtet.

Robin zwang sich, wieder in den Rennmodus zu kommen, landete in Osh, Kirgistan, und kämpfte damit, sich vor dem Rennen einzugewöhnen. Der Körper muss nicht nur physisch für ein Ultra-Rennen gerüstet sein. Auch psychisch muss er sich ständig darauf konzentrieren, den nächsten Kontrollpunkt zu erreichen, und er muss sich auf eine Woche Fahrt in Einsamkeit einstellen.

View of the Silk Mountain Race with Robin Gemperle biking

„Es ist komisch, ich weiß, dass die Zeit vor dem Start nicht gerade ein Vergnügen für mich war. Ich fühlte mich einsam und schaute dem bevorstehenden Rennen nicht sehr zuversichtlich entgegen. Die ersten drei Tage des Rennens stellten sich als ziemlich heftig heraus, aber kurz darauf wurde es großartig. Wenn ich auf meine drei Wochen in Kirgistan zurückblicke, habe ich nur noch ein positives Gefühl. Irgendwie liebe ich es, wie ich vom Verstand ausgetrickst werde. Also werde ich eines Tages zurückkehren.“

Robin Gemperle focusing riding his bike and getting his bike out of a container lost in nature

Während des Rennens erlebte Robin heftige Wetterbedingungen, darunter Gewitter, Schnee und Hagel. Er fragte sich selbst irgendwann: Wird es jetzt gefährlich oder ist es nur ungemütlich? Er entschied sich für das Letztere und legte sich ins Zeug, um die Ziellinie zu erreichen.

Robin Gemperle riding in front of yurts in a valley

„Bei allem, was ich tue, versuche ich ehrlich und transparent zu sein. Deshalb erlaube ich mir, immer klar auszusprechen, was meine sportlichen Ambitionen sind. Und auch deshalb möchte ich allen meine tiefe Dankbarkeit ausdrücken, die bei den Projekten „Fragments“ und „By a thread“ mitgewirkt haben. Damit können wir auf unglaubliche Filme zurückblicken, wenn Erinnerungen langsam verblassen.“

Robin schloss eine fantastische Rennsaison mit einem Sieg beim Silk Road Mountain Race ab, das er 20 Stunden vor dem Zweitplatzierten beendete. Er hat nicht vor, es langsamer angehen zu lassen. Die Rennsaison 2026 rückt immer näher und wir können es kaum erwarten, Robins Fortschritte bei den nächsten Rennen mitzuverfolgen.

SCOTT Spark RC of Robin Gemperle

Details of the cockpit and derailler of SCOTT Gravel's Robin Gemperle

Robins Bike-Setup für das Silk Road Mountain Race 2025:

Rahmenset: SCOTT Spark RC Carbon HMF
Federung: RockShox Sid Ultimate mit TwinLoc
Laufradsatz: Syncros Silverton SL 26 mm
Lenker: Syncros FRASER 1.0 XC 660 mm mit Syncros XC 1.5 Vorbau
Sattelstütze: Syncros DUNCAN absenkbare Sattelstütze 1.5
Sattel: Syncros Tofino V SL Sattel, mit Aussparung
Schaltgruppe: SRAM X01 Transmission 34t Kettenblatt, 10-52T Kassette
Reifen: Maxxis Aspen 2.0
Steuereinheit: Garmin Edge 1040 Solar
Taschen: Apidura Racing & Backcountry Series
Vorderlicht: Supernova B54 Pro

Fotos: Lloyd Wright, Stephen Shelesky und Milan de Beer

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